1.10.06

Homonyme, die keine wurden

Oft schon war die Freude groß, weil man glaubte, ein unbekanntes Homonym entdeckt zu haben, bevor die bittere Erkenntnis kam, dass man knapp an einem Volltreffer vorbeigeschrammt ist. Hier einige Beispiele:
Was ein KREIßSAAL ist, weiß wohl jeder; und auch einen KREISAAL kann man sich ganz gut vorstellen. Leider ist dem Entdecker entgangen (oder wollte er es gar unterschlagen?), dass zumindest das "ß" den Entbindungsraum vom runden, geräucherten Fisch trennt.
Ähnliches gilt für den KUCHEN, der eben nicht dasselbe ist wie ein Kalb, ein KUHCHEN also.
Einen Buchstaben verwechselt hat ein Vollidiot (nämlich ich), als er dachte, er könnte etwas vom SHITRAUM erzählen, in dem man sich seinem SKITRAUM hingeben könnte (ich hatte sogar schon ein komplettes Rätsel gebastelt, bis mir dieser kleine Unterschied auffiel).


SHITRAUM

Groß war die Freude, als Lutz vor einiger Zeit stolz verkündete, ihm sei ein Knaller-Homonym eingefallen: Die PICOSEKUNDE (also eine sehr kurze Zeiteinheit) und der PICOSEKUNDE (also jemand, der Picose kauft). Ich ließ mich gleich von der Freude anstecken und griff bereits zum Notizblock, während ich den angehenden Ingenieur fragte, was genau denn Picose sei. Leider konnte er mir hierauf keine Antwort geben, denn dieses Material gibt es schlichtweg nicht.

Schließlich kann einem auch die Grammatik einen Strich durch die Homonym-Rechnung machen. Ein Beispiel dafür liefert ein Wort, das mir - als Homonym getarnt - zu Ostern geschenkt wurde: HASENASEN. Dass es ein nordisches Göttergeschlecht gab, deren Mitglieder auffällig große Schneidezähne hatten und sich am liebsten von Salat und Karotten ernährten, liegt ja auf der Hand. Aber die Nasen von Hasen müssten dann doch schon HASENNASEN heißen.

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